Kulturdenkmale sind Sachen, Sachgesamtheiten und Teile von Sachen, an deren Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht (§ 2 Denkmalschutzgesetz Bad.-Württ.).
Ein Objekt (z.B. Bauwerk, Skulptur, Gartenanlage), das unter Denkmalschutz steht, ist demzufolge kraft Gesetzes geschützt. Das Landesamt für Denkmalpflege erfasst die Kulturdenkmale in einer Liste und benachrichtigt die Eigentümer.
Bei einem Gebäude, das nach Landesrecht ein Kulturdenkmal ist und der Einkunftserzielung dient, kann der Eigentümer für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, im Jahr der Herstellung und in den folgenden 7 Jahren jeweils bis zu 9 % und in den folgenden 4 Jahren jeweils bis zu 7 % der Herstellungskosten absetzen. Bei selbst genutzten Gebäuden können Aufwendungen an diesem Denkmal 10 Jahre in Höhe von jährlich 9 % wie Sonderausgaben abgezogen werden.
Umweltschutz ist genauso vielfältig wie die Menschen verschiedener Kulturen, die in Mannheim zusammenleben. Mit über 170 Nationalitäten ist Mannheim eine bunte Stadt. Dieser gesellschaftliche, interkulturelle Zusammenhalt ist auch alltäglich erlebbar bei der Gestaltung der Stadt. So finden sich in den Quartieren und Nachbarschaften viele Beispiele des gemeinsamen Engagements.
Miteinander für die Umwelt
… lautet das Motto des Wettbewerbs 2019. Gesucht werden Projekte, die vorbildlich durch umweltbewusstes Leben und Handeln zum Leitbild „Mannheim 2030“ beitragen und dabei die Verantwortung für ein Zusammenleben in Vielfalt und ein gelingendes Miteinander fördern. Das gemeinsame Engagement kann von der Vermeidung von Müll, energiesparenden Maßnahmen, umweltbewusster Mobilität bis hin zu Aktivitäten für mehr Grün und Natur in der Stadt reichen.
Besonders preiswürdig sind gemeinschaftliche, interkulturelle Initiativen in den Quartieren und Nachbarschaften im eigenen Wohn-, Arbeits- und Lebensumfeld, die durch ihre Projekte einen besonderen und nachhaltigen Beitrag im Umwelt-, Natur- oder Klimaschutz geleistet haben.
Mannheim verfügt über ca. 2800 Einzelobjekte aus mehreren Jahrhunderten, die unter Denkmalschutz stehen. Neben Schloss und Kirchen zählen hierzu Wohnhäuser, öffentliche Gebäude, Verwaltungsbauten, Industrie- und Technikgebäude, landwirtschaftliche und militärische Anlagen, Skulpturen und Grünanlagen. Das an Alter jüngste Kulturdenkmal ist derzeit die zwischen 1986 und 1988 nach Plänen des Architekten Gottfried Böhm entstandene Universitätsbibliothek in A 3.
Ein Kulturdenkmal hat neben dem identitätsstiftenden Aspekt einen Zeugniswert für die Architektur-, Kunst- und Heimatgeschichte sowie für die Wissenschaft. Je größer die Authentizität und Originalität, desto bedeutsamer ist auch der Aussagewert. Weitestgehender Erhalt der historischen Substanz, aber auch Material-, Werk- und Stilgerechtigkeit bei anstehenden Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen sind deshalb wichtige Anliegen der Denkmalpflege. Kulturdenkmäler als handverlesene Highlights leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit einer Stadt.